Mittwoch, 20. Januar 2010

Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen nun auch in Düsseldorf

Vor ein paar Tagen erhielt ich vom Katzenschutzbund Düsseldorf folgende erfreuliche Information:

"Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss Düsseldorf hat in unserem Beisein die Kastrations- und Zeichnungspflicht mit einer Gegenstimme abgesegnet."

So folgt Düsseldorf dem Beispiel Paderborns. Hoffentlich folgen andere Gemeinden nach. 

In der Presse wurde folgendermaßen darüber berichtet:

Pressespiegel: 
Düsseldorf, 14. Januar 2010
Presseschau zum Antrag der SPD-Fraktion

Ausschuss beschließt Kastrations- und Kennzeichnungsgebot für freilebende Katzen

Rheinische Post:
Kastrationsgebot für Katzen beschlossen

von Christian Herrendorf

Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss hat in seiner gestriegen Sitzung Applaus der Zuhörer für eine seiner Entscheidungen erhalten. Das Gremium hatte bei zwei Enthaltungen dafür gestimmt, ein Kastrationsgebot für freilaufende Katzen einzuführen. Damit war der Ausschuss dem Anliegen zahlreicher Tierschützer und einem Antrag der SPD-Ratsfraktion gefolgt.

In Zukunft sollen Katzen, die sich regelmäßig im Freien bewegen systematisch kastriert und mit einem Mikrochip versehen werden. Kosten entstehen der Stadt durch die neue Regelung nicht. Sie werden von den Tierhaltern übernommen, deren Katzen frei laufen, beziehungsweise bei streunenden Katzen und Fundtieren von Schutzorganisationen getragen.

Das neue Kastrationsgebot gilt als wichtiges Mittel für den Schutz von Menschen und Tieren gleichermaßen. Die Katzen-Population ist in Düsseldorf in den vergangenen Jahren unkontrolliert auf mehr als 50.000 angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass die Tierheime einen Aufnahmestopp verhängten. Dies wiederum hat zur Folge, dass Katzen auf der Suche nach Nahrung in großen Gruppen Spielplätze und Sportanlagen belagern und die Gesundheit der Menschen dort gefährden, zum Beispiel durch Krankheitserreger. Nächtliche Ruhestörungen durch streunende Katzen gelten als weiteres Problem des Populations-Anstiegs.

Vorbild für den Düsseldorfer Beschluss ist eine Verordnung der Stadt Paderborn. Dort muss jeder Bürger, der eine Katze hält, die älter als sechs Monate ist und ins Freie darf, sein Tier kastrieren lassen. Das Ordnungsamt hat seit der Einführung im November 2008 gute Erfahrungen mit der Kontrolle gemacht. "Wir bekommen ständig Anrufe besorgter Bürger", sagt der Paderborner Ordnungsamtsleiter Udo Olschewski.

Erschienen in: Rheinische Post Düsseldorf, 14.01.2010


Westdeutsche Zeitung – Düsseldorfer Nachrichten:
Hauskatzen mit Freigang: Alle müssen kastriert werden

von Alexander Schulte

Politik beschließt neue Verordnung, um ausufernde Population der Tiere einzugrenzen.

In Düsseldorf wird es bald eine Kastrationspflicht für alle Hauskatzen geben, die frei herumlaufen können. Das beschloss am Mittwoch der Ordnungsausschuss auf Antrag der SPD einstimmig. Was für Unkundige brutal klingen mag, ist tatsächlich ein wichtiges Stück Tierschutz – das betonen jedenfalls die Experten.

„Seit Jahrzehnten fordern Tierärzte und Tierschutz-Verbände die systematische Kastration von Katzen, die sich in menschlicher Obhut befinden, aber auch frei herumlaufen dürfen“, sagt Peter Steinbüchel, der Leiter des Amtes für Verbraucherschutz und Chef-Veterinär der Stadt.

Hauptgrund: Die Katzenpopulation auch in Düsseldorf wächst ebenso massiv wie unkontrolliert. Und das zeitigt Probleme – vor allem für die Katzen selbst. „Sie gefährden sich und den Straßenverkehr, sie dezimieren andere freilebende und bestandsbedrohte Tierarten und sie können Krankheiten übertragen“, sagt Matthias Herz (SPD), selbst Besitzer von kastrierten Katzen.

Der Schutzbund kastriert bis zu 800 Tiere pro Jahr

Vor allem um den Nachwuchs von sich in der freien Wildbahn paarenden Katzen kümmert sich meist niemand – sie verwildern rasch und sind schon nach etwa acht Monaten geschlechtsreif. Der Ausweg Rather Tierheim ist verstellt, denn dessen Kapazitätsgrenze ist fast erreicht.

Deshalb wirbt auch der Düsseldorfer Katzenschutzbund vehement für die Kastrationspflicht. Zwischen 500 und 800 streunende Katzen im Jahr werden auf seine Initiative hin kastriert – viel zu wenig, meint Rudi Wolff, der Vorsitzende: „Die Katzen vermehren sich draußen wie verrückt und viele Junge verhungern und krepieren dann elendig.“

Wie viele freilaufende Katzen es in der Stadt gibt, ist unklar, die Katzenschützer schätzen die Zahl auf bis zu 50.000. Amtsleiter Steinbüchel ist da vorsichtiger: „Genau kann das niemand sagen, weil es keine Meldepflicht für Katzen gibt. Aber dass es zigtausende sind, ist klar.“

Dass Katzen Krankheiten auch auf den Menschen übertragen können, bestätigt der Amtsleiter: „Es kommt allerdings nur in Einzelfällen vor – etwa in Form von Flöhen oder Wurmeiern.“ Häufiger sei die Ansteckung von Tier zu Tier, zum Beispiel mit dem Katzenschnupfen, „auch das ist ein Grund, die Population nicht unkontrolliert wachsen zu lassen“, sagt Steinbüchel.

Neue Verordnung wird schwer durchsetzbar sein

Bleibt die Frage, wie die Kastrationsanordnung umgesetzt, sprich überprüft werden kann. Katzenschützer Wolff ist da skeptisch: „Ich fürchte, viele Halter werden sich da nicht dran halten, denn sie müssen ja die Kosten beim Tierarzt tragen.“ Beim Weibchen kostet die Operation zwischen 100 und 150 Euro, beim Kater werden 60 bis 80 Euro fällig.

Politiker Herz ist zumindest sicher, dass durch die Verordnung der Druck auf uneinsichtige Tierbesitzer wächst: „Natürlich schwärmt nicht der OSD zur Katzenkontrolle aus. Eine wichtige Rolle aber können die Tierärzte spielen, wenn Sie die Halter bei Behandlungen nachdrücklich auf die Pflicht zur Kastration hinweisen.“

Erschienen in: Westdeutsche Zeitung – Düsseldorfer Nachrichten, 14.01.2010
Quelle: http://www.wz-newsline.de/?redid=728040


Antenne Düsseldorf:
Freilaufende Katzen sollen kastriert werden

Düsseldorf - Halter von frei laufenden Katzen sind in Düsseldorf demnächst verpflichtet diese kastrieren zu lassen. Ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion wurde gestern im Ordnungs- und Verkehrsausschuss einstimmig angenommen. Hintergrund ist die steigende Population frei laufender Katzen. Das Tierheim in Rath stoße bereits an seine Kapazitätsgrenzen, so die SPD. Die Tiere würden sich und den Straßenverkehr gefährden und könnten Krankheiten übertragen. Dem Antrag wurde auch deshalb zugestimmt, weil er die Stadt nichts kostet: Die 120 Euro für die Kastration trägt der Katzenhalter - beziehungsweise bei herrenlosen Tieren eine Tierschutzorganisation.

Erschienen am 14.01.2010
Quelle: http://www.antenneduesseldorf.de/web/nachrichten/lokalnachrichten/index.php


Mittwoch, 23. Dezember 2009

Moggy-Update

Leider musste ich mich heute dazu entschließen, Moggy von seinem Leiden (Blasentumore) zu erlösen und ihn einzuschläfern. Ein detaillierter Bericht wie es dazu kam folgt.
Hier sind die letzten Bilder von Moggy in der Wohnung meiner Tochter, wo er vor ca. 10 Tagen einquartiert wurde, damit er getrennt von meinen anderen Katzen mit Diätfutter gegen Struvitkristalle im Urin gefüttert werden konnte, das er aber - wie auch anderes Futter - hartnäckig weigerte zu fressen.

Im Kinderzimmer hatte er seine Höhle und versteckt unter dem Sitz sein Kuschelbettchen, worin er meistens ruhte:

Ich bin froh, dass er von seinem Leiden erlöst wurde, vermisse ihn aber sehr. Im Gegensatz zu seinem bisherhigen eher distanzierterem Verhalten, belohnte er uns in seinen letzten Tagen mit sehr viel Zutrauen und Zärtlichkeit. Er wurde 3 Jahre alt. Moggy, mein Lieber, du bist was ganz Besonderes gewesen.
Edit: Bericht über Moggys Krankheit.
Moggy erkrankte Mitte November 2009 an einer Blasenentzündung, die sich dadurch bemerkbar machte, dass er Blut im Urin hatte und diesen wegen ständigem Harndrang überall in kleinen Mengen in der Wohnung absetzte. Eine gründliche Untersuchung ergab, dass er im Urin Struvitkristalle hatte, die die Blasenwand reizten, daher das Blut und die verdickte entzündete Blasenwand. Er bekam ein entkrampfendes Mittel und ein Langzeitantibiotikum gespritzt mit der Empfehlung ihm ein spezielles Diätfutter zu geben. Moggy erholte sich schnell. Leider war abzusehen, dass sich die getrennte Fütterung wegen den vier anderen Katzen als problematisch erweisen würde. Deshalb gab mir die Tierärztin eine Paste (Uripet) mit, die den Harn ansäuert und bewirken soll, dass die Struvitkristalle sich in der Blase auflösen. Leider wurde die Paste von Moggy nicht angenommen, im Futter nicht und auch nicht pur. Die anderen Katzen fanden Uripet ebenso eklig, alleine der Geruch ließ alle Katzen drei, vier Schritte zurückgehen. Auch meine Versuche, Moggy die Paste ins Fell zu schmieren, damit er sie beim Putzen ableckte war erfolglos, denn er versteckte sich, sobald er die Paste roch, wenn ich damit in seiner Nähe kam. Das einzige, was ich tun konnte, war ab sofort die Fütterung von Trockenfutter ganz abzusetzen und nur noch Nassfutter hinzustellen, was er auch gerne fraß. Unglücklicherweise ging es Moggy nach ca. 4 Wochen wieder schlecht. In seinem Urin war wieder Blut und durch den starken Harndrang pinkelte er überall hin. Er verzog sich ungewöhnlicherweise nach draußen auf die Terrasse, wo er sich apathisch in einer der Katzenhöhlen verkroch. Ein Alarmzeichen. Die Tierärztin spritzte ihm wieder ein Langzeitantibiotikum und gab mir Diätfutter für ihn mit, da ich mit meiner Tochter übereingekommen war, dass er vorübergehend bei ihr einquartiert werden sollte, damit es mit der notwendig gewordenen getrennten Fütterung hoffentlich klappen würde. Am nächsten Tag ging es Moggy aber so schlecht (er setzte keinen Urin ab und schrie vor Schmerzen), dass wir ihn als Notfall in die Tierklinik brachten (es war Mittwochnachmittag und die Praxis meiner Haustierärztin war geschlossen). Es stellte sich heraus, dass Moggy eine Harnröhrenverstopfung hatte, und durch den Urinstau waren die Nierenwerte im katastrophalen Bereich. Noch einen Tag und er wäre an Urinvergiftung gestorben. Moggy blieb die nächsten Tage in der Klinik, seine Blase wurde ständig gespült und seine Nierenwerte normalisierten sich, obwohl noch immer Blut im Urin war. In der Tierklinik drängte man mich zur Penisamputation, was ich aber ablehnte, da ich mir nicht sicher war, wie sinnvoll solch eine Operation in seinem Fall überhaupt war, zumal die drei Tage Behandlung in der Tierklinik schon bereits sehr kostenintensiv war. Ich wollte mich lieber mit meiner Haustierärztin (die wegen dem Tierklinikaufenthalt im Bilde war) diesbezüglich besprechen und holte ihn wieder nach Hause, d. h. zu meiner Tochter in die Wohnung. In der Zwischenzeit hatte ich im Internet zum Thema Blasenkristalle bzw. -steine und Penisamputation bei Katern viel recherchiert und war wirklich bezüglich der Operation sehr unschlüssig. Mit meiner Haustierärztin war ich mittlerweile übereingekommen, den weiteren Verlauf erst mal abzuwarten und Moggy zunächst mittels Diätfutter eine Chance zu geben, mit den Kristallen in der Blase fertig zu werden. Leider wollte er aber nicht fressen, er leckte nur die Soße auf und trank ein wenig Wasser. Es war immer noch Blut im Urin, den er überall in kleinen Mengen in der Wohnung absetzte:

Ich besuchte ihn jeden Tag, um selber einen Eindruck seines Zustandes zu gewinnen. Er war entgegen seiner normalen Gewohnheit sehr schmusig geworden und freute sich deutlich, mich zu sehen. Auch war er gegenüber meiner Tochter und Enkeltochter ebenso zutraulich und suchte ständig nach Streicheleinheiten. Wir probierten auch normales Nassfutter gemischt mit Guardicid-Tabletten als Alternative zu der ungeliebten Uripet-Paste, ein Tipp, den ich auf der sehr informativen Internetseite http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html gelesen hatte, was er leider aber auch verweigerte. Sein Zustand besserte sich nicht und im Hinblick auf die unmittelbar bevorstehenden Weihnachtsfeiertage (Praxis geschlossen) stellten wir ihn am 23.12.2009 wieder meiner Haustierärztin vor. Er sollte zur Klärung und Sicherheit wieder eine detaillierte Untersuchung bekommen. Moggy war noch in Narkose als meine Haustierärztin mich anrief und berichtete, dass nicht nur Blut und sehr viel Eiter im Urin war, sondern auch dass die Röntgenaufnahme aufzeigte, dass Moggy aller Wahrscheinlichkeit nach Blasentumore hatte und sich sein Zustand dadurch nur noch verschlimmern würde. So entschieden wir, dass er noch in der Narkose eingeschläfert werden sollte. Die Röntgenaufnahme hat sie mir später gezeigt und erklärte, dass die Blasenwand seit der letzten Röntgenaufnahme in ihrer Praxis (ca. 6 Wochen zuvor) deutlich dicker geworden war. Die Tumore an der Blasenwand waren auch deutlich zu sehen, die im Gegensatz zu Steinen sich nicht bewegen lassen, was in der Tierklinik eigentlich hätte auch festgestellt werden müssen. Eine Penisamputation hätte in diesem Falle gar nichts gebracht!
Durch Moggys Krankheitsgeschichte, bin ich motiviert worden, die Ernährung meiner Katzen auf Rohfütterung (BARF) umzustellen, da Trockenfutter die Austrocknung der Katze (Katzen trinken zu wenig) fördert und daher offenbar die Bildung von Kristallen im Urin begünstigt. Zwei meiner Katzen (Dascha und Maxi) sind von der Umstellung begeistert...


... wie man sieht.
Die anderen beiden wollen vorläufig lieber beim Dosenfutter bleiben, was in Ordnung ist, da es sich um höherwertiges Nassfutter ohne Getreide-, Soja und -Zuckerzusätze handelt und sie die benötigte Feuchtigkeit größtenteils aus der Nahrung beziehen.

Edit Februar 2011: Leider ist Maxi trotz 1 Jahr Rohfütterung auch an einer Blasenentzündung erkrankt, wobei eine Untersuchung ergab, dass auch er Struvitkristalle im Urin hat. Seit ein paar Wochen bekommt er getrennt von den anderen Katzen Diätfutter, das bewirken soll, dass sich die Kristalle im Urin auflösen. In einigen Wochen wissen wir mehr. Ich bin guter Hoffnung, da Maxi - im Gegensatz zu Moggy - das Futter frißt und die Blasenentzündung offensichtlich zurück gegangen ist. Mittlerweile habe ich gelesen, dass die Tierärzte nicht wirklich wissen, was diese Stoffwechselstörung in Katzen verursacht. Es bleibt ein Rätsel.

Edit Oktober 2012: Maxi geht es gut und ist nicht mehr an einer Blasenentzündung erkrankt. Seit seiner damaligen Erkrankung bekommen alle Katzen nur noch Purina One (Trockenfutter), was ihnen gut bekommt. Angeblich soll es ein Blasen schonendes Futter sein.


Samstag, 21. November 2009

Howdy ist wieder da


Nachdem der Bunker nun endlich abgerissen ist und Ruhe eingekehrt ist, wurde Howdy gestern wieder auf der Wiese angrenzend an meiner Terrasse gesichtet. Er sieht gut aus. Entweder hat er doch ein Zuhause oder er hat eine Futterstelle, wo er regelmäßig versorgt wird.

Offenbar ist meine Terrasse immer noch bzw. schon wieder sein begehrter Schlaf- bzw. Ruheplatz, wie ich heute feststellen konnte. Er ist willkommen!
Edit 20. Januar 2010:
Seit meinem letzten Eintrag war Howdy täglicher Gast auf meiner Terrasse, die ihm offensichtlich guten Wetterschutz bietete. Leider ist er seit dem Daisy-Unwetter (Schnee-Chaos) vor ca. 2 Wochen nicht mehr auf meiner Terrasse, die nicht mehr genug Schutz vor den Schneewehungen bieten konnte, gesehen worden. Ich hoffe, er hat einen anderen besseren Unterschlupf finden können.

Donnerstag, 16. Juli 2009

Howdy-Update

Seitdem die Abrissarbeiten an dem Bunker in der Goethestrasse (bei mir um die Ecke) Anfang Juli in Angriff genommen wurden, ist Howdy verschwunden. Möglicherweise hatte er dort im Gestrüpp seinen Unterschlupf und ist jetzt durch die Arbeiten vertrieben worden. Auch bei heftigem Regen und Gewitter lässt er sich - wie es sonst seine Gewohnheit war - nicht mehr auf meiner Terrasse blicken. Ich hoffe, er hat einen neuen sicheren Platz finden können, und dass es ihm gut geht. Ich werde auf jeden Fall nach ihm Ausschau halten.

Samstag, 20. Juni 2009

Moggy-Update

Vorgeschichte = HIER


Moggy (2 Jahre)
Hier fühle ich mich wohl!


Die Alteingesessenen:



Gismo - der Souveräne (15 Jahre)



Maxi - der Gemütliche (4 Jahre)



Maja - die Kletterkünstlerin (5 Jahre)



Dascha - das Prinzesschen (3 Jahre)

Update

Der Neue hat jetzt einen Namen. Ich war’s so satt ihn immer nur mit einem "Hallo" zu begrüßen und spreche ihn nun mit „Howdy“ an (amerikanisch-umgangssprachlich für Hallo). So heißt er jetzt.
Er kommt immer noch täglich vorbei. Die Nächte verbringt er wohl in seiner Lieblings-Katzenhöhle, morgens sehe ich ihn dann um ca. 8:30 Uhr verschwinden. Spätnachmittags ist er dann wieder da, bei Regen auch manchmal zwischendurch. Ich habe einige Male beobachten können, dass er das angebotene Trockenfutter frisst, obwohl er es auch öfters stehenlässt. Wird er doch anderswo mit Nahrung versorgt?


Eine Annäherung ist bis jetzt noch nicht möglich gewesen, da er tagsüber selten da ist.
Heute Mittag stellte ich eine Flasche Wein und ein Weinglas draußen auf den Tisch, da ich draußen auf Terrasse essen wollte.  Als ich mit dem Teller wieder raus kam, sah ich, dass Howdy aus "seiner" Höhle herausgekommen war und die Weinflasche beäugte ...


... und sich ihr langsam näherte, um zu begutachten, ob ich etwas Essbares dahin gestellt hätte. Offenbar verbindet er in der Zwischenzeit mein Erscheinen mit Futter.



Diesmal war’s aber wohl nichts Gescheites, und er wandte sich ab, ...



... um mein weiteres Tun versteckt zu beobachteten.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Ein obdachloser Kater auf meiner Terrasse ...

... nach einigen Monaten Abwesenheit:




Die Aufnahmen sind von heute. Vor ein paar Monaten entdeckte ich den oben abgebildeten Kater schutzsuchend auf meiner überdachten Terrasse. Er ruhte über einige Wochen täglich in einer der Katzenhöhlen, die für meine eigenen Katzen dort aufgestellt sind.
Hier konnte ich ihn im Februar 2009 von meinem Badezimmerfenster aus aufnehmen:


Auch im Februar 2009 - Hier befindet er sich auf dem Hof vor dem Haus und schaut mich durchs Fenster an während ich ihn fotografiere:


Ein paar Wochen später (März 2009) gelang mir eine Aufnahme (auch durchs Fenster) auf meiner Terrasse während er fraß:


Bei meinem Erscheinen jedoch huschte er jedes Mal davon. Ich wusste nicht, ob er zu einem Haushalt in der Nachbarschaft gehörte, oder ob er auf sich allein gestellt war. Nachdem ich den Fund ordnungsgemäß angezeigt hatte, verschwand er mehrere Wochen, bis er vor einigen Tagen unvermittelt hier wieder auftauchte und erneut Zuflucht auf meiner Terrasse suchte. Er ist relativ scheu und ergreift die Flucht, wenn ich ihm zu Nahe komme. Ich konnte dieses Mal jedoch endlich feststellen, dass er ein potenter Kater ist (das Geschlecht konnte ich vorher nicht ermitteln), was sein Verschwinden für mehrere Wochen u. U. erklärt, denn seit März ungefähr sind alle unkastrierten Katzendamen in der Umgebung rollig geworden und Kater ist deswegen womöglich auf Wanderschaft gewesen. Jetzt, wo die Katzenmütter mittlerweile ihre Jungen geworfen haben und aufziehen, ist offenbar etwas Ruhe für unseren Katerfreund eingekehrt, und so ist er wieder da und sucht Schutz vor dem Regenwetter.
Die Aufnahmen täuschen, denn er sieht in Wirklichkeit recht abgemagert aus, im Gegensatz zu vor ein paar Monaten. Ich weiß nicht wie und wo er sich ernährt. Da ich als Tierfreundin seine offensichtliche Obdachlosigkeit und Abgemagertheit nicht ignorieren kann, biete ich ihm Futter an. Das Unterfangen ist allerdings nicht einfach, da meine eigenen Katzen, die mittels Katzenklappe ständigen Zugang nach draußen haben, ihm das Futter streitig machen, und er traut sich nicht richtig an den Teller heran.

Moggy legt die Ohren an und macht dem Neuen seinen Platz streitig ...
... mit Erfolg
Ich werde also sehr geduldig versuchen müssen, sein Vertrauen zu gewinnen, damit ich in seiner unmittelbaren Nähe das Futter hinstellen und ihn hoffentlich irgendwann einmal anfassen kann. Meine Erfahrung in einer ähnlichen Situation habe ich HIER geschildert. Vielleicht erkennt ihn ein zufälliger Leser und weiß, ob er ein Zuhause hat. Fundort: Am Höfchen, Wülfrath. Meine Email-Adresse: gwyneth.macniven@gmx.de
Wichtig ist, dass er tierärztlich untersucht und kastriert wird, und dafür müsste ich ihn einfangen. Wie ich das anstelle, weiß ich noch nicht. Ich hoffe, dass er mit der Zeit genug Zutrauen zu mir fasst und er sich problemlos anfassen und in einen normalen Katzentransportkäfig setzen lässt. Da ich bereits mehrere Katzen halte, kann ich ihn aus Platzgründen nicht in meiner Wohnung aufnehmen, und deshalb müsste ich ihn ins Tierheim bringen, wo er versorgt und hoffentlich weiter vermittelt werden kann.